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Marcus Klausmann holt sich den 12ten Deutschen Meistertitel
Hallo zusammen,
das war vielleicht ein spannendes Wochenende kann ich Euch sagen…
Mir war schon klar, daß die Deutsche Meisterschaft in Ilmenau keine Spazierfahrt werden würde. Die extrem schnelle Strecke war prädestiniert, den Zuschauern ein spannendes Wimpernschlagfinale zu bieten.
Das Wetter am Wochenende hat ganz gut gepasst. Es gab ein paar Regenschauer, die aber der Strecke keineswegs geschadet haben. Insgesamt werden es wohl so um die 450 Starter in Ilmenau gewesen sein und auf nationaler Ebene waren natürlich alle Favoriten für den Meistertitel am Start.
Obwohl ich mein Augenmerk im Training zur Zeit mehr auf die Weltcups lege, ist so eine nationale Meisterschaft immer noch sehr wichtig für mich – da spielt die Anzahl meiner Deutschen Meistertitel keine Rolle J
Mein Vater war natürlich wieder mit von der Partie und hat sich um alles rund um das Rennen gekümmert. Das ist schon eine enorme Erleichterung. Zudem ist es für mich als „Familienmensch“ auch ganz wichtig für meine innere Ruhe. Im Training bin ich mit ihm auch noch mal ganz explizit die Strecke durchgegangen, um das Material mit ihm abzustimmen – obwohl wir uns da eh immer bis aufs kleinste Detail einig sind. Aber es ist auch wichtig, alles noch mal durchzusprechen.
Die Quali am Samstagnachmittag lief prima. Es gab zwar ein paar Kleinigkeiten, die ich im Finale noch ändern mußte, aber mit dem zweiten Platz war ich sehr zufrieden. Außerdem wollte ich mein Pulver nicht schon im Seeding Run verschießen und noch Körner sparen für das Finale. Ein paar Pulsschläge nach oben waren auf jeden Fall noch drin.
Das Training am Renntag hab ich dann ruhig angehen lassen. Es ging mir dabei eigentlich nur noch mal darum, die Streckenbeschaffenheit zu testen. Die Strecke war vormittags noch fast komplett abgetrocknet. Mir war klar, hier gibt es nur „Vollgas“ und das von Anfang an. Auf anderem Wege war das Rennen nicht zu entscheiden.
Während der Finalläufe der Lizenzer gab es dann noch zwei schwere Stürze. Da wir schon oben am Start standen, haben wir gar nicht so recht mitbekommen, warum es so eine lange Unterbrechung gab. Aber als wir den Heli sahen war uns klar was passiert war. Auf diesem Wege wünsche ich den beiden Jungs alles Gute und hoffe, daß sie schnell wieder gesund werden.
Mein Start war phänomenal und ich hatte einen wahnsinnig guten Grip. Im oberen Teil ist mir noch ein kleiner Patzer passiert und ich wäre fast gestürzt. Aber dann hab ich noch mal alles gegeben. Im Ziel hab ich dann gesehen, daß Frank Schneider mit 1:57:74 eine verdammt gute Zeit vorgelegt hatte. Bei mir erschien dann auf der Zeittafel 1:54:53. Nach mir kam dann nur noch Andi Sieber. Die Sekunden, als auf der Zeittafel dann den Zieleinlauf von Andi mitlief waren so enorm spannend und sind mir unheimlich lang vorgekommen. Als dann die 1:54 durch war und ich ihn im mittleren Teil der Zielabfahrt gesehen hab war mir klar, daß ich’s geschafft hatte. Es war ein tierisch gutes Gefühl. Mein insgesamt 12. Meistertitel – und den dann auch noch in Ilmenau zu holen. Bisher war ich dort immer erster im Seeding Run, aber im Finale hat es mir dann nie zum Sieg gereicht. Dieses Mal hatte ich es geschafft und es war einfach nur grandios.
Das ist natürlich die beste Motivation für meinen nächsten Trip über den großen Teich. In Mt. St. Anne findet am Wochenende der nächste Weltcup statt. Bei mir hat es mit dieser Meisterschaft irgendwo klick gemacht und ich weiß, daß ich neuen Biss und Agressivität gewonnen habe. Ich freu mich schon riesig auf das nächste Rennen. Besonders auf mein Heimrennen in Bad Wildbad am 21./22.07. bin ich jetzt schon ganz heiß.
Bis bald
Marcus Klausmann
GHOST int. Racing Team
Marcus Klausmann
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